Ingrid Gerloff
Charlie Schubert:
Charlies Handywecker klingelte um 6:30Uhr, sie machte ihn aus, drehte sich um und schlief wieder ein. Nach einer Weile schreckte Axel hoch. „Was für’n Scheiß Mann! Charlie, Süße! Aufstehen! Es ist 10:45Uhr!“ Charlie öffnete die Augen und nach einem kurzen Augenblick der Desorientierung war sie hellwach: „Viertel vor Elf?“ fragte sie ungläubig. „Yep!“ antwortete Axel kurz. Er hatte schon ein Bein in seiner Jeans und humpelte ums Bett rum um Charlie einen Guten Morgen Kuss zu geben. „Auf geht’s Maus, anziehen, Tasche packen und dann ab auf die Warschauer Allee.“ Charlie sprang schnell aus dem Bett, rannte wie ein kopfloses Huhn hin- und her und versuchte, T’Shirt, Pulli, Hose und Unterwäsche in der Tasche zu finden. „Lass, Kleine, du bist ja noch gar nicht richtig wach. Geh ins Bad, schmeiss Dir kaltes Wasser ins Gesicht, ich such dir deine Sachen zusammen.“ Sprach Axel und schubste sie sanft in die Nasszelle. Als Charlie nach 10 Minuten raus kam, lagen ihre Klamotten ausgebreitet auf dem Bett. „Zieh dich in Ruhe an, ich pack in der Zwischenzeit unser Waschzeug weg.“ Wie konnte Axel nur so ruhig bleiben, fragte sie sich, aber sie war schon froh, dass er so gelassen war und lächelte verliebt vor sich hin, während sie sich anzog. Als sie fertig war, war auch Axel soweit und hatte die Tasche gepackt. Die beiden rannten die Treppen runter und Axel gab ihr den Autoschlüssel und die Tasche in die Hand. „Geh schon mal, ich klär das hier.“ Sie überquerte den Parkplatz und packte die Tasche auf die Rückbank, setzte sich auf die Beifahrerseite und steckte schon mal den Schlüssel ins Zündschloss. Ein paar Minuten später kam auch schon Axel, stieg ein, startete den Wagen und fuhr los. Charlie schaute auf die Uhr: „Oh Gott, schon 11:20Uhr, das schaffen wir nie.“ „Immer mit der Ruhe, ruf du mal deine Tante an und sag ihr, dass wir etwas verschieben müssen.“
Will Schoen
Jack:
Nachdem Frühstück packen Uschi und ich unsere Sachen zusammen und laden das Fleisch und die übrigen Sachen ins Auto.
Die Muadda hat Tränen in den Augen als ich sie in den Arm nehme und ihr zum Abschied einen dicken Busserl auf die Stirn geb. Mit zittriger Stimme gibt sie zu verstehen, wir sollen bald wieder kommen.
Der Vadda nimmt die Uschi in den Arm und klopft ihr auf die Schulter „du bist richtig mei Dirndl“ sagt er und Uschi gibt ihm einen Kuss auf die Wange.
Die Muadda nimmt dann die Uschi in den Arm und gibt ihr das Packerl, das ich eingekauft habe. Uschi ist ganz nervös und zupft an dem Papier. Sie holt eine kurze Kette heraus und schaut ein wenig irritiert drein. „Weißt was des is Dirndl?“ fragt die Mutter und Uschi wiegt langsam den Kopf. Ich helfe und sage dann „ das ist ein Schariwarie, das tragen die Weibersleut vor auf der Schürze beim Dirndl. Bei jeder Gelegenheit wie z.B. Hochzeit kommt ein neuer Anhänger daran. Die Mannsleut, tragen es vorn an der Lederhosen“
Uschi nimmt die Mutter in die Arme, leise flüstert die Mutter in ihr Ohr „ ich hoff, dass ich den nächsten Anhänger bald dran stecken kann.“
Wir setzen uns ins Auto und lassen die Fenster herunter. Die Muadda und der Vadda winken mit dem Geschirrtuch und Uschi hält weit ihren Arm aus dem Fenster und winkt und weint noch einige Zeit.
Ingrid Gerloff
Elmar Friedrich:
etwas angespannt schaut Elmar auf die Uhr. „Margarete, es ist schon fast 15:00Uhr. Den beiden wird doch wohl nichts passiert sein?“ „Ach, beruhig dich Bruderherz. Die kommen schon noch. Charlie hatte um zwanzig nach Elf angerufen und da waren sie grade weggefahren. Ich denke, die müssten jeden Augenblick da sein. Der Braten ist fertig, das Gemüse auch, die Semmelknödel kommen ins Wasser, sobald die beiden da sind. Das dauert ja nicht lange. Aber die müssen frisch auf den Tisch, da möchte ich kein Risiko eingehen.“ „Ist ja gut, du hast ja recht. Aber Menschenskind nochmal, diese jungen Leute machen es einen doch schwer. Verschlafen, tztztz. Das wäre uns nie in den Sinn gekommen.“ „Nu is gut Elmar, deinen Pünktlichkeitswahn in Ehren, aber du kannst nicht von dir selbst immer auf andere schließen. Die jungen Leute haben halt andere Prioritäten und auch andere gute Seiten heutzutage. Schau mal, wie gelassen sie sind. Wir waren doch eigentlich immer in Eile. Naja, du warst immer in Eile. Ich habe mir die Ruhe genommen.“ Elmar schüttelte den Kopf: „ Pünktlichkeit ist wichtig im Leben, Margarete.“ Elmars Schwester verdrehte die Augen: „Ansichtssache Elmar. Es ist wichtig, das der Braten pünktlich aus dem Ofen kommt, damit er nicht verbrennt, aber da hörts dann auch schon auf mit dem Thema für heute, mehr möchte ich darüber jetzt nicht mehr hören.“ antwortete sie resolut und drehte sich auf den Zehenspitzen um und ging zurück in die Küche. „Furchtbar diese Frau. Immer das letzte Wort.“ Grummelte er vor sich in und wollte ihr gerade eine passende Antwort geben, da klingelte es. „Gott-sei-Dank! Das sind bestimmt die beiden. Bin ich froh!“ rief Elmar. Er sprang auf und hechtete zur Tür. Margarete schaute ihm hinterher und sagte grinsend: „Männer.“, dann ließ sie vorsichtig die Semmelknödel in das siedende Wasser gleiten und ging auch zur Türe um ihre kleine Charlie und Charlies große Liebe, auf die Margarete sehr gespannt war, in Empfang zu nehmen.
Sylvia Berns
Emily:
Uschi rief heute Morgen nach dem Frühstück an und verkündete, dass sie auf dem Heimweg seien und gleich kurz reinschauen. ” Dann haben wir einiges zu erzählen”, verkündet sie mir:” bis gleich also. Tschöööö” Da freu ich mich schon drauf, dann kann ich Jackl fragen ob ich vielleicht Dienstag und Mittwoch frei haben kann. Rolf hat ja noch Urlaub und wir zwei könnten dann ja auch mal wegfahren.Der Tanztee ist im vollen Gange und wir haben auch wieder einige Lernwillige Schüler. Die Plane für das Haus scheint auch fertig zu sein und wird morgen geliefert. Rolf hat nur sein neues Projekt im Kopf, wenn ich doch endlich mal wüsste worum es da geht. Er hat dem Max Weber einen Brief geschrieben zwecks der freien Fläche Eckel Quartelnstraße. Das hatte ich zufällig auf dem PC sehen können, als ich soeben hinter im stand. Da rede ich dann mit Uschi und Jackl drüber, wenn Rolf mal nicht hier ist.
Ingrid Gerloff
Charlie Schubert:
Charlie stieg nervös die letzten Stufen hoch, mit Axel im Schlepptau. Oben an der Türe stand ihr Onkel: „Hallo Onkel Elmar, wir haben es geschafft. Puh, die Autobahn war richtig voll.“ Onkel Elmar schaute sie an. „Oh, Onkel, du bist nicht böse, nicht wahr?“ sagte sie und umarmte ihn. „Ach, nein, mein Kind, warum sollte ich böse sein. Ihr seid hier. Es ist doch alles gut.“ antwortete Elmar, er war schon verärgert gewesen, aber nun, da Charlie da war, war der ganze Ärger wie weggeblasen. „Supi Onkel, hier, darf ich vorstellen? Das ist Axel, Axel, das ist mein Onkel Elmar.“ Elmar schaute hoch, er legte den Kopf etwas schief und blinzelte den vor ihm stehenden Kleiderschrank nachdenklich an: „Angenehm Herr.. ich hab sie doch schon mal gesehen, oder?“ „Axel, einfach Axel und du bitte.“antwortete Axel grinsend, schüttelte ihm die Hand und klopfte ihm mit der Linken auf die Schulter. „Ja, das kann schon sein, dass wir uns schon mal begegnet sind.“ „Nun mach mal Platz, Elmar.“ Axel schaute über Elmars Schulter um die Quelle der Stimme zu finden. Da drängte sich Charlies Tante auch schon vor. „Charlie meine Liebe, lass dich umarmen!“ sprach sie und drückte Charlie an ihre Brust, dann schaute sie hoch zu Axel und streckte ihre Arme nach ihm aus. „Du bist also Axel, willkommen bei uns“ Sie drückte ihn und dann huschte sie alle Drei in die Wohnung. „Rein mit Euch Kinder. Charlie, zeig Axel wo er seine Jacke hinhängen kann und geb ihm ein paar Gästeschlappen.“ Sie warf einen kurzen Blick auf seine Füsse und ergänzte: „die ganz großen, die dürften reichen. Ich muss jetzt auf die Knödel aufpassen. Ihr habt bestimmt Hunger, aber es dauert nicht mehr lange. Elmar, öffnete bitte den Sekt, wir möchten doch gleich erst mal anstoßen.“ „Jawoll Margarete“ erwiderte Elmar mit einem leicht sarkastischen Unterton und fing an, die Flasche zu öffnen.
Dagmar Bacques
Dora Kolumna:
Nach einem gemütlichen Frühstück hilft Andreas Dora noch beim Abwasch bevor sie sich voneinander verabschieden.
Dora will heute noch in die Seniorenresidenz um nach Jacob zu sehen. Auf dem Weg dorthin kauft sie bei Heinemann noch ein paar Heidesand Plätzchen für ihn.
Als sie an die Türe zu seinem Zimmer klopft und den Kopf zur Tür reinsteckt, freut sich Jacob wie ein kleines Kind. Die Begrüßung der beiden ist sehr Herzlich denn für Jacob ist Dora wie eine Tochter geworden so sehr hat er sie ins Herz geschlossen.
Dora fragt ihn ob er gut zu Recht kommt und Jacob erzählt ihr, dass er schon einige Bekannte hier gefunden hat und mit ihnen spazieren geht. Am Abend gehe er in den Fernsehraum, denn es fasziniert ihn noch immer. Dann druckst er ein wenig und Dora fragt was los ist „Ach weißt du Kind, wenn du mir das mit dem Bankautomaten noch mal zeigen könntest, vielleicht begreif ich es ja irgendwann mal.“ Rückt er mit der Sprache raus. „Das können wir jetzt machen und dann lädst du mich heute mal zum Kaffee ein“ macht sie ihm zum Angebot und Jacob stimmt sofort zu.
Die zwei ziehen die Jacke an und gehen runter über die Straße zum Sparkassen Geldautomat. Schritt für Schritt erklärt Dora ihm den Vorgang und hebt 10 Euro ab. „So, und jetzt du Jacob. Wenn du nicht weiter kommst bin ich ja hier.“
Langsam und bedächtig tippt Jacob die Zahlen in den Automat bis der Automat wissen will, wie viel Geld er abheben möchte „und jetzt Dora? Wie viel soll ich abheben?“ „Ja was meinst du denn Jacob? Reichen dir 100 Euro?“ Für Jacob sind 100 Euro eine so große Menge, dass er noch zweifelt. Als Dora ihm aber erklärt, dass er ja auch noch einige Dinge benötigt und au-ßerdem nicht alles ausgeben muss, tippt er wacker 100 Euro in den Automaten. Der Automat rasselt und spuckt artig das Geld aus. Dora erinnert ihn, immer darauf zu achten die Karte auch einzustecken.
Glücklich, selber Geld abgehoben zu haben, schlendern die beiden zum Café Greven im Hansazentrum.
Norbert Josef Potthoff
Max Weber:
Bad Flönz ist ein zäher Verhandlungspartner. Er ist seit Tagen in Dubai, benimmt sich wie ein Lebemann, aber am Verhandlungstisch ist er so abgekocht, wie ein Röhrenknochen. Er zeigt großes Interesse an der Brache neben ET BRÖCKSKE, möchte als Gegenleistung für sein Engagement in Dubai dort eine Catering Zentrale für Europa errichten. Ist er größenwahnsinnig, oder versteht er wirklich etwas vom ganz großen Geschäft?
Will Schoen
Jack:
Nach der langen und anstrengenden Fahrt, war ich froh das Autobahnausfahrtsschild zu sehen. Noch knapp 15 Minuten trennten mich von einem Bier und einem Stuhl auf dem ich meinen Fuß legen kann. Als wir dann endlich angekommen sind, werden wir mit großem *Hallo* empfangen. Ich sag den Jung schnell, sie möchten sofort das Fleisch in die Kühlung bringen damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Zu meiner Bewunderung, steht Rolf mit der kurzen Schürze hinterm Tresen und zapft mir mein erstes Bier.
Dagmar Bacques
Dora Kolumna:
Als Dora wieder daheim war, ging sie erst ins Büro an den PC. Sie logt sich in ihr E-Mail Postfach ein und ruft die Mails ab. Eine Nachricht interessiert sie besonders und sie öffnet die Mail von Jaques zu erst.
Hallo Dora,
halte stets Sichtkontakt zu deinem Schützling. Bis jetzt ist nichts Auffälliges
geschehen aber ich bleibe am Ball.
Schöne Grüße aus Fronkreisch Jaques
Wenigstens hier war noch alles im Lot.
Will Schoen
Jack:
“Du machst dich aber gut hinter meinem Tresen” spöttel ich ein bisschen und bekomm auch schon mein nächstes Fachmännisch gezapftes Bier. Uschi und Emily sind sofort in die Küche verschwunden und werden wohl die nächste Stunde nicht mehr auftauchen.
Dagmar Bacques
Dora Kolumna:
Als Doras Handy klingelt, erschrickt sie sehr. Sie schaut auf das Display und erkennt die Nummer 2500
Norbert Josef
Potthoff Max Weber:
Ich lach mich tot! Bad Flönz hat sich ein Araber Outfit zugelegt. So ein Burnus oder Kaftan, oder wie die Dinger heißen. Schlottern ihm bis zu den Füßen.
“Die sind echt bequem”, sagt er treuherzig. “Da kann man sich am Bauch kratzen, wann immer man will.”
Ich klopf ihm auf die Schulter, dass er fast zusammenbricht.
“Bad, altes Haus, pass mal auf, heute abend, bei unserer kleinen Feier. Da erlebst du, wo der Vorteil wirklich ist. So ein Ding hochschieben ist einfacher, als die Hose runterlassen.”
Bad Flönz hat das zuerst nicht verstanden, dann haben wir um die Wette gelacht.
Ursula Hackel
Uschi Prötsch:
Emily und ich hatten uns nach der Ankunft viel zu erzählen, da die Männer aber auch quatschen ist das ja nicht weiter verwunderlich. Denn mit Rolf hinterm Tresen hatte Jackl nicht gerechnet, da ich ihm von Rolfs Urlaub ja ganz vergessen hatte zu sagen. Da morgen geschlossen ist, hätten wir eigentlich noch einen Tag länger bleiben können. Schade aber der Alltag geht weiter und wir werden auch hier das Beste draus machen, da bin ich mir sicher.
Norbert Josef Potthoff
Max Weber:
Jetzt denke ich, dass ich Bad Flönz endlich im Kaftan, äh, im Sack habe. Er, als Metzger, liebt ja die fleischlichen Genüsse. Aber als trockener, gut abgehangener Mitteleuropäer, eingepfercht in einer Einehe, weiß er noch nichts von einem orientalischen Hinterschinken, der noch sehr lebendig ist.
Mit Suri, meiner Lieblingshuri, bespreche ich das Abendprogramm. Sie ist voll auf meiner Seite, auch wenn sie nur eine Leihgabe von Sheikh Raschidi ist. Insofern fällt es mir auch leicht, sie auf ihre Aufgabe mit Bad Flönz vorzubereiten. Hier im Orient kennt man das Wort EIFERSUCHT nicht.
Marko Reppel
Kaempfer-Jert:
Gert war geschafft und wankte nach dem Zumba Schnupperkurs direkt ins Bröcksken. Gert hatte noch den grünen Jersey-Anzug und das Strinband an. Er sah ein bißchen aus wie Jane Fonda in 5XL. Er bestellte sich ein großes Bier, dass er quasi inhalierte. Gert setzte sich an einen Tisch, an dem auch Schlangen-Karl mit seiner Gemahlin Hertha saß und aß. Hertha schwadronierte und Karl war anwesend.
“Grüß Dich, Gert. Wat is denn mit Dir passiert? Haben sie Dich gejagt?” fragte Karl.
“Ja, neä, Karl, weißt Du. Das gönne ich keinem. Selbst Deiner Frau nicht.” sagte Gert, wobei er den letzten Rest seines Satzes leise zu Karl flüsterte.
Dann erzählte Gert nach und nach die ganze Geschichte, die ihm soeben in der Tanzschule Kostorz widerfahren war.
“Dann hab ich mir auf dem Flur den Anzug übergezogen und bin rein in den Saal. Karl, ich hatte doch keine Ahnung was Zumba ist. Kaum war ich drin, da drehte die Chefin von dem Laden auch schon voll auf. Erst die Musik, so ein Urwald-Karibik-Gewummer mit bumm-bumm, dann datt jehopse. Die Weiber sind wie die Furien um mich rumjetanzt. Karl, datt war wie Krieg, und ich war datt Feindbild.” Gert hatte mittlerweile seine Muttersprache wieder gefunden, litt jedoch noch wie ein Hund unter den Eindrücken des Schnupperkurses.
“Ja und weiter…” fasste Karl nach.
“Dann haben die, Frollein….noch en Großes, …dann wollten die …aber ich konnte ja nicht….” Gert fehlten immer noch die Worte.
“Karl, die waren alle mindestens 20 Jahre jünger als ich. Ich sollte da mit denen Höppe. Datt kann ich ja nicht mehr mit meinem Bein u d dem Bauch. Dann bin ich auch noch ömjefalle. Da lag ich dann wie en Maikäfer. Zehn Minuten lang und immer bumm-bumm. Dann woar dä Driet am Ende und die sind alle weg, so husch-husch, waren die weg, duschen, ohne mich. Dä Huusmeester hat sich dann erbarmt und mich hochgezogen, und hat dabei immer gesagt: ‘oh Gott, oh Gott, das gute Parkett’.” Gert war sichtlich am Ende und Karl fühlte mit ihm mit, während sie gemeinsam einen Stuffkamp runterspülten.
“Lass das mal mit den Frauen, Gert, das führt zu nix. Ich weiß wovon ich rede.” dabei deutete Karl auf Hertha, die gerade dem Kellner Dampf machte.
“Ich bin bedient, Karl. Alleine ist es auch nicht so verkehrt. Frollein, noch einen.”
Sylvia Berns
Emily:
Uschi und ich standen gerade vor der Küche,als der Gert von der Fischbratküche reingestampft kam. Zuerst haben wir den gar nicht erkannt, da er einen grünen Jersey Sportanzug mit Stirnband trug. Er steuerte jedoch direkt auf den langen Karl mit Frau zu. Uschi drehte sich zur Küche um und lachte herzhaft. Jan der ihn bediente kam an die Theke um die Getränke zu holen und sagte:” Mensch der Gert war bei nem Zumba Kurs. War wohl garantiert der Elefant im Porzellanladen.” Daraufhin konnte ich mir das Lachen auch nicht mehr verkneifen und sagte:” Prust, warum tut der sich sowas an?” Da Rolf und Jackl vorne am Tresen gemeinsam arbeiteten und quatschen gingen Uschi und ich wieder zu Billa rein und Uschi erzählte uns von den Eindrücken im tiefsten bayrischen Hinterland. Sie war ganz begeistert davon und freute sich riesig, dass Jackls Familie sie akzeptiert hat und als sie uns dann von dem Komplott mit Jackls Mutter erzählte, die ja erzkatholisch ist wie Jackl immer sagt, war uns klar, dass sie wirklich akzeptiert wurde und gratulierten ihr. ” Sag mal Uschi auf dem Heuboden würde ich auch gern mal schlafen,gibts nicht hier auch eine Möglichkeit?” frag ich veschmitzt. ” Frag doch Deinen Rolf mal, der hat doch Themen-zimmer vielleicht ist so etwas auch dabei und wenn nicht, muss er dies schnell ändern.” Dann sagte ich Uschi, dass die Plane morgen geliefert wird und sie schaut mich entsetzt an und sagt:” Mensch, ist doch zu früh, sollte doch erst Mittwoch oder Donnerstag sein, da die Lieferanten diese nämlich auch anbringen und die sollte nicht vor Beginn des Weihnachtsmarktes dran. Das muss ich gleich mit Jackl klären, da morgen ja auch geschlossen ist. Das wird sowieso ne tolle Überraschung, er hat sie ja noch nicht gesehen. Weist Du die Uhrzeit?” Ich antworte, das die um 10:00 Uhr da sein wollten und dann räumten wir alle drei die Küche auf.
Letzte Kommentare